Das Gruppentraining für geplante Sensomotorik (TSMT® II) richtet sich an Kinder im Alter von 18 Monaten bis 12 Jahren, die eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen:
- Sprachentwicklungsverzögerungen oder -störungen
- Unsicherheiten oder Verzögerungen in der motorischen Entwicklung, ungeschickte Bewegungskoordination
- Schwierigkeiten bei Aufmerksamkeit und Konzentration, insbesondere:
- Kurzzeitgedächtnis, Arbeitsgedächtnis
- gleichzeitige mehrkanalige Aufmerksamkeit
- Reihenfolge von Aufgaben merken
- selbstständiges Arbeiten
- Lernprobleme oder Lerngefährdung (Dyskalkulie, Legasthenie, Dysgraphie)
- Schwierigkeiten in der räumlichen Orientierung
- Unsicherheit bei der Rechts-Links-Unterscheidung
- Schwäche der Synchronfunktionen
- Verhaltensprobleme:
- Ängstlichkeit, mangelndes Selbstvertrauen
- schwache Kontrollfunktionen, leichte Hyperaktivität
- Schwierigkeiten im sozialen Umgang und bei Kooperation
- Sensorische Verarbeitungsstörungen (SPD)
Das TSMT®-Gruppentraining eignet sich besonders für Kinder, die im Rahmen der Longitudinalen Komplexen Untersuchung im Bereich „Neurologische und motorische Reife“ Werte zwischen 50-75 % erzielen, jedoch im kognitiven Bereich der Aufmerksamkeit unter 75 % liegen. Es ist wichtig, dass die teilnehmenden Kinder kooperativ sind und in der Lage sind, in Gruppen von 4 bis 8 Kindern selbstständig oder mit minimaler Unterstützung zu arbeiten.
Besonders gute Erfolge erzielen wir bei motorisch unsicheren, hyperaktiven, schulunreifen oder unsicheren Kindern, deren Aufmerksamkeit gezielt gefördert werden muss.
Die Therapie findet in einer Turnhalle, in einer reizreichen Umgebung und in der Regel ohne Eltern statt. Ausnahmen bilden Babygruppen und Gruppen für Kinder mit schwereren Entwicklungsverzögerungen, die dennoch gruppenfähig sind. Jede Gruppe besteht aus 4 bis 8 Kindern mit ähnlichem Entwicklungsstand, um individuelle Förderung zu gewährleisten.
Die Übungen erfolgen in speziell vorbereiteten Räumen nach festgelegten Trainingselementen. Die eingesetzten Aufgaben fördern grobmotorische Verarbeitung, gezielte Aufmerksamkeitssteuerung, sensomotorische Synchronisation, Praxisfähigkeiten, Körperwahrnehmung, räumliche Orientierung, Lateralisierung, Dominanzausprägung, Serialität, Rhythmusgefühl, motorische Kreativität und die gleichzeitige Entwicklung mehrkanaliger Aufmerksamkeit. Zusätzlich unterstützt die Therapie die Integration primitiver (frühkindlicher) Reflexe. Diese Fähigkeiten bilden eine wesentliche Grundlage für den schulischen Erfolg.